Mittwoch, 22. Juni 2016

Sursulapitschi

Nachdem ich selber als Kind schon großer Jim Knopf-Fan war (ich hatte damals sogar das Glück, Michael Ende mal auf der Buchmesse zu treffen - ein unglaublich netter Mensch!), war klar, dass meine Mädels auch mit diesen Geschichten aufwachsen würden. Bücher lieben die beiden sowieso sehr, wenn wir Erwachsenen mal keine Zeit zum Vorlesen haben, dann "liest" die Große auch schon mal der Kleinen vor, da sie viele ihrer Bilderbücher auswendig kennt. Naja, an Büchern herrscht bei uns sowieso nicht gerade Mangel, kein Wunder bei zwei Leseratten als Eltern... 
Ich war auch dementsprechend begeistert, als ich Jim Knopf als Pixi-Bücher entdeckt habe, aber da hat es mich dann schon etwas gestört, dass sie die Geschichten teilweise extrem geändert, um nicht zu sagen verfälscht hatten. Also haben wir vor einigen Wochen mit dem "richtigen" Buch begonnen, und die Große hat das auch sofort fest in ihr Abendritual eingeplant. Natürlich versteht sie mit ihren knapp 3 Jahren noch nicht alles, aber so wie sie immer mal wieder nachfragt wohl schon das meiste. 
Was hat nun Jim Knopf in einem Näh-Blog zu suchen? Ganz einfach: Sowohl in den Pixi-Büchern als auch in "Jim Knopf und die Wilde 13" kommt eine kleine Meerjungfrau vor. Die heißt Sursulapitschi und freundet sich mit Jim und Lukas an. Und als ich diesen zuckersüßen Meerjungfrauen-Stoff von Stoff und Liebe in der Hand hielt, jubelte meine Große sofort: "Da ist Sursulapitschi drauf!", und drängelte, dass sie daraus gaaaanz schnell ein Kleidchen haben wollte.
Eigentlich hatte ich mich zuerst in dir grüne Variante verliebt, aber so mit dem Kombistoff zusammen fand ich dann doch den blauen Stoff spannender (und ausgerechnet von diesem Kombi-Stoff hatte ich nur 0,5 Meter genommen.... Grrr).

Diesmal hatte die Große auch zum ersten Mal einen Wunsch bezüglich des Schnittes geäußert, nämlich schon als sie die Hasen-Alma der Kleinen sah: "So ein Kleid mit Gürtel will ich auch!" Nun gut, Mäuschen, dein Wunsch ist mir Befehl (zumindest in solchen Fällen...), also gab es eine Alma für die Große, auch hier wieder mit hinten herum verlängertem Gürtel und leichter Raffung.  






















Für die Kleine habe ich ein "Happy Zipfelchen" genäht, und auch wenn ich mich mit dem Namen nicht so recht anfreunden kann, gefällt mit auch dieser Schnitt sehr gut. Allerdings habe ich auf Gürtelhöhe noch eine Jerseynudel mit Schleife aufgenäht, denn sie ganz ohne Unterbrechung fand ich die Fläche selbst bei der Kleinen schon zu groß.


Dazu habe ich auch direkt passende Hosen genäht (eine Louisa und eine Ras, beide auf 3/4-Länge gekürzt), aus dem gleichen Jersey, aus dem auch der Alma-Gürtel ist und mit einem Streifen Kombi-Stoff am unteren Rand. Ursprünglich hatte ich überlegt, die Hosen ganz aus dem Kombi-Stoff zu machen, aber dafür hätte der Stoff niemals gereicht. Wenn ich mir jetzt die fertigen Sets so ansehe, war das aber vermutlich auch besser, das wäre sonst doch arg unruhig geworden.



Jetzt müsste es nur mal wieder so richtig schön warm werden, dass man die ganzen Sommerkleidchen auch tragen kann...

Sonntag, 29. Mai 2016

Waschbären, Hasen und Lemuren

Ja, wir waren mal wieder im Zoo. OK, Waschbären gab es dort nicht, die sind dafür auf einem der neuen Kleider drauf. Hasen gab es sowohl im Zoo als auch auf Kleidchen und Lemuren wiederum "nur" in echt im Zoo.
Fangen wir aber mal bei den Waschbären an: Ich habe inzwischen meinen neuen Schnitt auch mal an der Großen getestet, und tatsächlich gefällt er mir da glatt nochmal besser als bei der Kleinen. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich diesmal den Rockteil aus zwei verschiedenen Uni-Stoffen gemacht habe, statt den Musterstoff bis unten durchzuziehen. Das wäre bei der nun doch etwas größeren Fläche einfach too much gewesen (und außerdem hatte ich auch gar nicht mehr genug Racoonies-Stoff gehabt). Den leicht gebogenen V-Ausschnitt habe ich diesmal mit einem kleinen Eckchen Stoff hinterlegt, in der Hoffnung, dass er dann besser die Form hält. Das ist aber noch etwas verbesserungswürdig.
Trotzdem wird das Kleid gerne getragen und hat sich schnell zu einem der Lieblingskleider des kleinen Fräuleins entwickelt.






Bei den Fotos hier sieht man auch etwas besser die Stoffverteilung im Rockteil: was von vorne nur wie ein schmaler Streifen an der Seite wirkt, geht hinten noch weiter. insgesamt besteht der Rock aus 4 Stücken, von denen jeweils zwei identisch sind.
Die Kleine hat übrigens aus dem gleichen Stoff auch ein Kleidchen, allerdings schon etwas länger, nämlich eine Ophelia, die noch während des Probenähens entstanden ist (und vor dem letzten Wachstumsschub, jetzt ist es schon etwas kurz geraten und eher eine Tunika).


Weiter geht es mit und bei den Hasen: Aus dem "weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab"-Stoff von Stoff und Liebe entstand auch eine Geschwister-Kombi. Für die Große eine Emely für die Kleine eine leicht abgewandelte Alma. Hier habe ich die Riegel hinten herum durchgehend gemacht und eine Raffung eingebaut, so dass es wie ein Gürtel wirkt. Bei der Emely habe ich mich für die Bolero-Teilung hinten entschieden und dort nochmal einen Hasen appliziert (und festgestellt, dass Stickvlies beim Applizieren WIRKLICH nötig ist: ein kleiner Teil des Kreises war nicht mit Stickvlies unterlegt, und das ist auch das einzige Stück, was Wellen wirft).




Diese Kombi hatten die beiden Mäuse heute beim Zoobesuch an, was natürlich eine schöne Gelegenheit für Fotos bot. Naja, dachte ich zumindest. Unterm Strich kamen doch gar nicht so viel gute Fotos bei rum, wie ich erwartet hätte, weil die Mädels doch irgendwie immer wieder andere Sachen im Kopf hatten, als für Fotos zu posieren. Macht aber nichts, an den Tieren hatten sie jede Mange Spaß, und das war ja schließlich die Hauptsache. Das Highlight waren zuerst die Kaninchen (passend zu den Hasen-Kleidchen) und später dann die Fütterung der Lemuren. Die beiden Mäuse waren auf jeden Fall sehr begeistert von dem Tag (und wir auch nur ein bisschen platt...)




Donnerstag, 12. Mai 2016

Sommer, Sonne, neuer Schnitt

In den letzten Wochen bin ich nicht so arg viel zum nähen und noch weniger zum schreiben gekommen. Sorry dafür! Teilweise war die Arbeit "schuld", teilweise die Tatsache, dass die Große jetzt abends länger aufbleibt - und somit weniger Nähzeit für mich übrig bleibt.
Aber jetzt sind doch mal wieder neue Sachen für die Mädels fertig geworden:
Zu allererst zwei Rundpasse-Mäntelchen aus Softshell nach dem Schnabelina-Schnitt. Die waren schon lange geplant, fertig wurden sie erst am letzten Wochenende, als es schon so richtig warm war. Zu warm, um sie zu tragen, aber für ein kurzes Fotoshooting (diesmal allerdings mit nicht sehr kooperativen Kids, die können das eigentlich besser) geht es gerade so.



Hinten habe ich die Blume vom Musterstoff drauf gestickt, wobei ich erst Reflektorfolie für die äußere Fläche appliziert habe, die anderen Farbflächen sind dann mit Füllstich gestickt. Die Paspel ist ebenfalls reflektierend. Im Sommer braucht man Reflektor-Elemente zwar nicht ganz so dringend, aber schaden kann es ja nicht, und mit etwas Glück passen die Jacken im Herbst auch noch.

A propos "passt noch": Sommersachen passen irgendwie immer etwas länger (nun, die Ärmel können schon mal nicht zu kurz werden...), so dass die Mädels praktischerweise noch ein paar Kleider vom letzten Jahr auftragen konnten. Nun gut, inzwischen sind es definitiv eher Tuniken als Kleidchen, aber das macht ja nichts. Ich finde den Waschbären-Stoff so unglaublich niedlich! Damals hieß der Waschbär übrigens bei der Großen noch "Wasserbär" - passt doch prima zu dem badenden Tierchen, oder? Zum Glück habe ich noch ein bisschen was von dem Stoff, für weitere Projekte.
Das wunderbare Wetter haben wir unter anderem am Sonntag am Hafen bei der Rumregatta genossen. Vor allem die Große war begeistert von den Schiffen (Vaters Tochter halt). Auf einen der kleineren Traditionssegler durften wir sogar mal drauf, das war das absolute Highligt für sie. Danach wollte sie auf jedes Schiff drauf, aber leider hatten die meisten, die bei "Open Ship" mitgemacht haben, schon abgelegt. Da wären wir besser schon am Samstag hingegangen. Immerhin auf ein moderneres Segelschiff konnten wir noch drauf, weil der Besitzer ihren Kulleraugen nicht wiederstehen konnte.


Auf ihre neue Kapitänsmütze für ihr Spielschiff ist sie ganz besonders stolz

Tja, und dann geisterte mir schon seit einer Weile eine Idee für einen neuen Kleidchen-Schnitt im Kopf herum, und jetzt habe ich endlich mal einen ersten Versuch davon genäht. Entstanden ist auch diese Idee - wie schon die Divida - in Zusammenarbeit mit meinem Mann mit ein bisschen Gekritzel am Küchentisch.
Der Ausschnitt sollte eigentlich von der Form her auch so geschwungen sein, wei der Bogen auf dem Rockteil. Das hat noch nicht 100% geklappt, aber ich versuche es weiter...


Ursprünglich wollte ich die Teilung zwischen Rock- und Oberteil eher so auf Hüfthöhe machen, aber zumindest bei der Kleinen hätte das Rockteil dann sehr gestaucht gewirkt (oder wäre viel zu lang geworden, man soll darin ja schließlich noch gut spielen können). Vielleicht klappt das ja bei der Großen besser, ansonsten kann ich mit dieser Teilung auch ganz gut leben.
Was meint ihr: lohnt es sich, den Schnitt weiter zu verfolgen und zu gradieren?
Ich werde auch jeden Fall noch ein bisschen daran herumbasteln und ihn auch mal bei der Großen testen, bevor ich mich entscheide, aber eure Meinungen hätten schon Einfluss auf die Entscheidung :D


Für die Große gab es aber auch eine Tunika aus dem gleichen Stoff (ein stark verkürztes Kapuzenkleid) und eine passende Leggings (LittleLegLove) dazu. Bei der Leggins ist es übrigens sehr praktisch, dass Madame jetzt doch die Kurve gekriegt hat, trocken zu werden. Die fällt nämlich sehr schmal aus, und ein Windelpo hätte da nicht reingepasst.
Aber auch irgendwie ein Fall für Murphy: Da suche ich lange nach einem Jeans-Schnitt, der auch mit Windel gut sitzt, und kaum habe ich davon einen ganzen Schwung genäht, wird die Große trocken. Naja, ich hab nun wirklich nichts dagegen und die Motti-Hosen passen trotzdem noch ganz gut (und andere jetzt eben auch!).

Und jetzt kommen natürlich die Verlinkungen zu Meitlisachen, Schnabelina und Kiddikram.

Mittwoch, 6. April 2016

Neue Hosen braucht das Kind

Hosen sind bei der Großen immer wieder ein Problem.
Ich selber bin bekennender Jeans-Träger, Leggins besitze ich keine einzige. Und irgendwie sind mir die Dinger auch etwas suspekt, zumindest im Winter kommt mir das zu kalt vor. Naja, mit Strumpfhose drunter vielleicht, aber mein Kind ist genauso eine Frostbeule wie ich...
Also kriegt Sie eben auch Jeans. Kann man meiner Meinung nach auch zu Tuniken problemlos tragen, und richtig lange Kleider hat sie sowieso nicht. Ich habe lange gesucht, bis ich mal eine Kauf-Hose gefunden hatte, die wirklich gut passte, hatte immerhin 3 Stück davon ergattert, aber dann wechselte der Laden das Sortiment. Na Prima! Das Problem bei uns ist, dass die Große wirklich sehr groß für ihr Alter ist (irgendwo um die 90er Perzentile rum), mit dem Trockenwerden aber nicht die schnellste. Also trägt sie bei Größe 98 noch Windeln, und darauf sind die wenigsten Kaufhosen ausgelegt. Diejenigen, bei denen der Windelpo gut reinpasst, sitzen dann überall extrem locker, und das mag Madame auch nicht so recht. Außerdem dümpelt das Thema "Töpfchen" schon seit Monaten so vor sich hin, ist aber immer wieder mal aktuell, dass sie plötzlich gaaaanz schnell mal muss - also sind Jeans mit Reißverschluss auch unpraktisch. Sowieso, da sie sich inzwischen weitgehend alleine an- und auszieht, mit so einem frickeligen Hosen-Reißverschluss aber noch Probleme hätte.
Also: Selbernähen! Hosen habe ich bisher nicht so richtig gerne genäht, nur mal ein paar Jogginghosen, ohne Taschen und alles (da kam von der Krippe mal der Vorschlag, die Windel doch einfach weg zu lassen und ich befürchtete (zurecht), dass dies einen enorm gesteigerten Hosenverbrauch mit sich bringen würde).
Nun also Jeans... Die Schnabelin(asH)ose hatte ich ziemlich zum Anfang meiner "Nähkarriere" schon mal  genäht, die gefällt mir von Design her auch immer noch total gut, nur ist die offenbar auch nicht auf Windelpos ausgelegt. Damals hatte ich mir geschworen, NIE wieder eine Jeans zu nähen, weil es mit der normalen Nähmaschine einfach ewig gedauert hat. Bei Jersey hab ich mir das Versäubern schnell abgewöhnt, Baumwolle nähe ich eher selten, aber Jeans muss halt leider versäubert werden. Und das hieß dann eben: Jede Naht doppelt (+ diverse Absteppnähte). Und das als relativer Anfänger, also sowieso noch etwas langsam unterwegs... Nee! So hübsch das Ergebnis auch aussah, der Aufwand war mit einfach zu hoch.
Was ist da eine Overlock-Maschine praktisch... Inzwischen habe ich allerdings gehört, dass man die beanspruchten Nähte doch besser noch mal mit einer normalen Nähmaschine nachnähen sollte womit die Zeitersparnis sich dann wieder erldigt hätte, aber das merke ich mir halt für's nächste Mal. Bis dahin weiß ich dann auch, ob das wirklich nötig ist, oder meine Tochter sowieso alle Hosen an den Knien durchgescheuert hat, bevor die Nähten auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, sich auch als Problemzone zu bewerben.
Entschieden habe ich mich für den Hosenschnitt "Motti" von "Made for Motti", da es dort auch in Größe 98 noch eine Version für Windelkinder gibt. Allerdings habe ich sie etwas schmaler genäht, also in der Weite 92, in der Länge 98. (Übrigens: Hier wurde es "Hose Motti", nicht "Motti-Jeans", die habe ich nämlich gerade eben erst entdeckt, werde ich mir jetzt aber auch mal genauer anschauen.)
Beim ersten Anlauf habe ich mich gar nicht getraut, irgendwelchen zusätzlichen Aufwand für die Optik zu betreiben, erstmal gucken, ob es überhaupt passt.
Check, passt perfekt! Also ging es gleich mal an eine kleine Serienproduktion, 4 weitere Hosen wurden es letztendlich. Und da mir die Schnabelin(asH)ose ja trotzdem so gut gefallen hatte, habe ich die Taschenform von dort übernommen und die Kanten mit Webband verziehrt.
Kennt ihr das Problem? Es gibt ja sooo viele schöne Webbänder, aber was macht man daraus dann eigentlich? Jetzt sind immerhin einige davon mal zum Einsatz gekommen.


Die große Maus war begeistert, und jetzt haben wir hosentechnisch nur noch ein Problem: Die Qual der Wahl... Momentaner Favorit der Tochter sind die Drachen (ganz rechts), meiner eigentlich mehr die Chamäleons (2. von links). Und eurer?

Die Passform ist auch ziemlich optimal, und nachdem ich gefühlte 100 Mal das Gummi enger gemacht habe rutscht auch nix mehr.

Hier werden übrigens Kekse gebacken. Nachdem das Buch "Conni lernt Backen" gerade sehr hoch im Kurs steht, wollte die Große unbedingt auch Plätzchen backen. Naja, da ihre Lieblingsform sowieso Miffy (ein Hase) ist, kann man das ja auch im Frühling mal machen. Bei Tannenbäumen und Sternen hätte ich mich doch ein bisschen gesträubt...

Donnerstag, 10. März 2016

Arja für mich

Wie schon hier erwähnt habe ich in den letzten Wochen auch mal was für mich genäht. Da ich mittlerweile auch am liebsten selbstgenähte Pullis, am liebsten Kapuzenjacken trage, aber bisher nur zwei davon hatte, musste hier dringend Abhilfe geschaffen werden.
Meine Wahl fiel auf die Ajra von Näähglück. Der Schnitt hatte mir sofort sehr gut gefallen, und der hübsche Springtime Stoff auch. An der Kombi hat es dann noch ne Weile gehapert, nur ein Blauton war mir irgendwie zu langweilig. Schließlich wurden es dann 3 Blautöne, die alle auch im Musterstoff so (oder zumindest sehr ähnlich) vorkommen.

Die Paspeln habe ich selber aus Jersey gemacht, das solle ich aber vielleicht noch üben. Vor allem war es vielleicht nicht gaaanz so optimal, die Paspeln auch unbedingt mit der Overlock nähen zu wollen. Irgendwie hab ich es immer wieder geschafft, dass man an der Paspel doch noch eine Naht sah, und hab die blöde Naht dann 4-5 Mal übernäht, bis es endlich passte. Da hätte ich vielleicht doch irgendwann mal lieber auf die normale Nähmaschine umsteigen sollen, dann wären die Paspeln jetzt etwas weniger wellig. Trotzdem mag ich die Jacke sehr. Zwischendurch hatte ich noch mal Angst, sie könnte doch zu eng geraten sein, aber sie passt perfekt (und ist sehr figurfreundlich ;-) )

Die Teilung an den Armen habe ich selber eingebaut, der Rest ist ganz brav nach Schnittmuster
Der kleine Vogel hinten drauf ist natürlich ein Motiv aus dem Stoff. Allerdings war der ursprünglich gar nicht eingeplant. Aber ich hab mal mit der Overlock (manchmal hasse ich das Ding!) nicht aufgepasst und propt eine Ecke in den Stoff gesäbelt. Zum Glück so, dass man es mit der Apllikation gut verstecken konnte, die liegt genau unter dem Schwanz des Vogels. Inzwischen gefällt mir das Tierchen dort aber ganz gut, wäre sonst doch ein bisschen sehr schlicht geworden.


Die nächste Arja ist auch schon in Planung...
Und nachdem ich das letzte Woche vergessen hatte und den Artikel deswegen auch noch verschoben habe, verlinke ich ihn diesmal dann aber wirklich zu RUMS.

Sonntag, 6. März 2016

Gute Nacht!

Und weiter geht es mit der Raupe Nimmersatt: Diesmal gab es Bettwäsche für die Große und für ihre Puppe.
Ich hatte schon länger einen Raupe-Nimmersat-Panelstoff hier liegen, über den meine Mutter mal gestolpert war. Den fand ich zwar auch total schön, aber wie es leider häufig so ist: ich wusste lange Zeit nicht, was ich daraus machen soll. Die Bilder sind recht groß, man braucht also wirklich großflächige Sachen, und das gibt es bei Kinderkleidung nun mal eher selten. Auch für eine Tasche waren die Motive zu groß, und so lag der Stoff bestimmt seit einem Jahr bei mir im Schrank. Aber irgendwann kam dann doch die rettende Idee, zumindest zwei der drei Motive zu einem Kissen zu verarbeiten. Mal kurz am Kopfkissen der Großen Maß genommen, und siehe da, das passt ziemlich gut. OK, in der Breite war es etwas knapp, aber Kopfkissen kann man ja schließlich knautschen. Und es ging da auch nur um 1-2 cm.
Eine passende Bettdecke musste dann auch noch her, und da kamen ja die schönen Stoffe, die ich auch schon für die Tasche verarbeitet hatte gerade recht. Erst wollte ich den Punkte-Stoff nehmen, der auch bei der Tasche als Grundstoff auftaucht, aber das wäre auf dieser großen Fläche vielleicht doch etwas too much geworden. Deshalb fiel meine Wahl auf den "Wochentags-Stoff", der bei der Tasche die Raupen für die Eckpatches geliefert hatte. Mittlerweile hätte ich auch einen passenden Punktestoff mit weniger und einzeln verteilten Punkten gefunden, der wäre auch in Frage gekommen. Vielleicht, wenn die Kleine auch irgendwann Bettzeug braucht, aber solange sie sich jede Nacht mehrfach durchs gesammte Bett wälzt und Kopf- und Fußende stochastisch wechseln, bleibt die kleine Maus lieber im Schlafsack...
Und so sieht das Ergebnis dann aus:

Beim Kopfkissen habe ich einen Hotelverschluss gemacht, und dafür noch einen Streifen Punktestoff für die Lasche angesetzt, die Bettdecke hat einen Reißverschluss bekommen.
Das Kissen hat auf der Rückseite übrigens den Schmetterling, ein weiteres Panel mit dem Blatt und einer winzigen Raupe darauf ist noch übrig.
Die Große war begeistert, hat sich sofort reingekuschelt - und beschloss dann: für das Puppenbettchen braucht sie das auch! Nun, da hatte ich nichts dagegen, zumal das Puppenbettzeug tatsächlich immer noch das kurz vor Weihnachten auf die Schnelle gekaufte rosa Zeug war (Kind bekam ein vom Papa selbst gebautes Puppenbett - aber an Bettzeug dazu denkt man natürlich erst in letzter Sekunde...).
Da durfte die Große dann auch wieder "mithelfen" und so war recht schnell ein neuer Bezug fertig. Den habe ich aber ganz faul ohne Öffnungsmöglichkeit gemacht und das rosa Zeug einfach fest reingenäht.
Diesmal ist das Kopfkissen aus dem Wochentage-Stoff und die Bettdecke aus einem, der sonst bisher gar keine Verwendung gefunden hatte.

Und weil wir gerade so schön beim Thema Schlafsachen waren, bekam Madame auch noch zwei neue Schlafanzüge, wieder nach Schnabelinas Jumpsuit-Schnitt mit ein paar Ergänzungen: Die umschlagbaren Füßchen und die Mittwachsfunktion kennt ihr ja schon, aber nachdem es uns mit dem Vorgänger-Schlafi mal passiert ist, dass wir die Maus beim Reißverschluss-Hochziehen in den Bauch gezwickt haben, ist jetzt auch noch eine Reißverschluss-Blende dazu gekommen.



Das Design von dem blauen Schlafanzug hatte ich hier schon mal, allerdings damals noch ohne Füße - und ein bisschen kurz ist der mittlerweile auch, wurde aber sehr geliebt. 
Mir kamen die Schlafanzüge erst so fürchterlich riesig vor, da sie auch ohne den "Mitwachsteil" immerhin 1,5 Nummern größer sind, als der Vorgänger, aber wie man sieht: sitzt zwar noch etwas locker, aber durchaus gut:

Verlinkt wird der Eintrag jetzt natürlich bei Schnabelina, sowie bei Kiddikram und Meitlisachen.

Samstag, 27. Februar 2016

Noch eine Tasche

Uff, seit ich wieder am arbeiten bin, wird Freizeit echt zur Mangelware. Da war ich von den letzten Wochen vorher, als schon beide Mädels in der Krippe waren, ich aber noch zu Hause, echt verwöhnt.
An sich hat sich aber alles ganz gut eingespielt, aber Zeit kostet es halt - klar. Daher muss ich auch gucken, wie ich es schaffe, trotzdem einigermaßen regelmäßig zu bloggen. Nun kam jetzt aber auch dazu, dass ich in den letzten Wochen wenig für die Kinder, aber zwei Pullis für mich genäht habe, und da ist es immer schwierig an Tragebilder zu kommen - irgendwann kriege ich das aber auch hin, und dann werden die natürlich auch gezeigt!
Aber: eine weitere Schnabelina-Bag ist hier entstanden. Wer sie sieht merkt wohl sofort: Für mich ist sie wohl eher nicht (obwohl ich sie echt total niedlich finde). Nein, sie ist natürlich für meine Große. Die wollte sich nämlich ständig meine Schultasche unter den Nagel reißen, vor allem, weil mal da sooo toll mit den Reißverschlüssen spielen kann. Am beliebtesten sind dabei die kleinen Außentaschen.
Nun brauche ich meine Schultasche aber selber, und dann fiel mir dieser zuckersüße "Raupe-Nimmersatt"-Stoff in die Hände. Das Buch ist bei uns sowieso ein Dauerbrenner, und die Große findet alles toll, wo die Raupe Nimmersatt drauf ist.
Für eine 2,5-jährige reichte dann aber definitiv Größe Mini, und diesmal wurde auch nicht jedes Extra eingebaut. Die Außentaschen mussten natürlich sein, zum einen optisch, aber auch wegen der heißgeliebten Reißverschlüsse, die Innentasche und den Zip-It-Einsatz habe ich jedoch weggelassen, die Innenteilung auch.
Was aber wieder dabei war, war der Schultergurt mit Polster, der hat sich bei mir sehr bewährt.



Der Knopf an der schmalen Tasche ist übrigens ein Apfel - passt ja immerhin thematisch, wenn auch nicht ganz farblich. Den hat sich die Große selber ausgesucht, bzw. sie wollte eigentlich unbedingt einen Knopf in Hundeform auf der Tasche haben, und das fand ich nicht sooo passend, zumal der auch noch riesig groß ist. Daraufhin haben wir uns dann auf den Apfel geeinigt. Ich muss mal im Stoffladen gucken, ob es den vielleicht auch noch in anderen Farben gibt, die besser passen, das wäre dann perfekt.



Die Große ist ja auch schon seit längerem ganz fasziniert von der Nähmaschine und durfte beim Nähen dieser Tasche ganz oft "mithelfen". Dann saß sie ganz stolz auf meinem Schoß, betätigte den Heben um den Nähfuß zu senken oder drückte die Taste um den Faden abzuschneiden. Stoff zu führen hat sie auch schon versucht, da habe ich aber doch lieber noch geholfen...


(Und hier sieht man auch schon ein bisschen was von einem meiner neuen Pullis, über den ich dann am Donnerstag was schreiben werde.)

Verlinkt wird die Tasche natürlich bei Schnabelina und außerdem bei Kiddikram und Meitlisachen.