Tja, da möchte man mal einen schönen Stoff für sich selber vernähen - und prompt kommt die Große an und reißt ihn sich unter den Nagel.
Natürlich mit dem üblichen Satz: "Mama, daraus will ich ein Kleid haben, bitteeeee!".
Ok, schauen wir mal, was sich machen lässt, aber eigentlich ist das zuerst mal meiner! Ab und zu darf ich mir doch auch mal was schönes nähen! Aber natürlich wollte ich das Kind nicht vor den Kopf stoßen, also wurde gepuzzelt was das Zeug hielt. Erfolgreich!
Ihr seht: es geht um die Kirschblüten samt Kombi von Stoff&Liebe.
Diesen Stoff hatte ich in drei Farben hier, und ursprünglich hatte ich da ganz egoistisch mal nur an mich gedacht.
Der grüne Stoff war schon im letzten Jahr verarbeitet worden, blau und lila warteten noch auf ihre Bestimmung. Bei einem Design in drei Farben hätte ich ja eigentlich gleich darauf kommen können, dass das geradezu nach einer weiteren Geschwister-Kombi für die drei Mäuse schrie, aber irgendwie hatte ich den Stoff vorher nie als Kinderstoff betrachtet. Wenn ich mir die Mädels in ihren Kleidchen jetzt so anschaue, frage ich mich allerdings doch, wieso ich auf die Idee nicht früher gekommen bin.
Nun war also der lila Stoff "fällig", und es lief auf ein Partnerlook-Outfit für die Große und mich hinaus. Das konnte natürlich die Mittlere nicht auf sich sitzen lassen, also schnappte sie sich den blauen Stoff und erklärte, dass solle ich jetzt für sie bitte auch machen. Jo, schöne Shirts kann man nie genug haben, ich wollte für mich sowieso mal ein paar neue Schnitte ausprobieren, dem Mäuschen steht blau ausgesprochen gut, also los!
Nachdem nun aber die beiden Großen ihre "Bestellung" aufgegeben hatten, holte ich die Reste vom grünen Stoff auch noch hervor und stellte fest, dass da locker noch ein Kleidchen für die Mini-Maus drin war, so dass jetzt einerseits die drei Mädels wieder ein süßes Geschwister-Outfit haben, und ich zu jedem Kind ein passendes Teil. Es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich etwas im Partnerlook zu meinen Kindern genäht habe.
Für mich reichten jeweils der Haupt- und der Kombistoff, bei den Mädels wollte ich aber noch irgendeinen Hingucker. Zuerst hatte ich es nur mit dem rosa Band versucht, aber dann kam mir die Idee mit der Blüte. Die ist selber digitalisiert, eine ITH-Stickerei in zwei Schritten, und ihr findet sie auch unter den Stickdateien zum Download.
Noch kurz zu den Schnittmustern: Die beiden Großen haben jeweils eine Melli von Melians kreatives Stoffchaos, die Minimaus ein Bodykleid von Schnabelina (allerdings ohne Bodyteil).
Meine Shirts sind eine Frau Liese (grün), eine Yenna von Kreativhund (lila) und ein dänisches Schnittmuster von Onion (blau).
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Montag, 28. Mai 2018
Samstag, 19. November 2016
Maulwurf im Winter
Nicht nur in unserem Garten, sondern auch auf der Kleidung unserer Kinder macht sich der Maulwurf breit. Allerdings gefällt er mir auf der Kleidung definitiv besser...
Von dem tollen "Winter-Pauli" von Stoff und Liebe samt Kombi hatte ich Ende des letzten Winters noch jeweils 0,5 m über Ebay ergattert, aber da der Winter da eben schon fast vorbei war, habe ich lieber bis jetzt damit gewartet. Wäre ja blöd, wenn die Sachen sonst nur 2 Wochen getragen worden wären, und diesen Winter nicht mehr gepasst hätten.
So hatte ich dann also Zeit genug, den Stoff zu streicheln und zu überlegen, was daraus denn nun werden soll. Klar, wie üblich eine Geschwister-Kombi, zum einen weil das einfach besonders süß aussieht, zum anderen, weil sonst eine der Damen leer ausgeht und meckert. Geht ja schließlich nicht, dass die Schwester einen coolen neuen Pulli hat, und man selber nicht. Es gibt hier wirklich nur sehr wenige Stoffe, die ich nur für ein Kind vernäht habe.
Bei der Kleinen hatte ich mich relativ schnell für eine Henry(ette) entschieden, bei der Großen tat ich mir irgendwie schwerer. Es sollte auf jeden Fall eine Kapuzenjacke werden, denn die stehen momentan sehr hoch im Kurs, aber etwas Neues bitte. Schließlich kam mir dann die Idee, die Aufteilung der Arja (die eigentlich ein Erwachsenen-SM ist, das ich selber total gerne trage) auf den JaWePu (der sitzt immer am besten) zu übertragen. Was ich vorher allerdings offensichtlich vergessen (oder verdrängt?) hatte: die Arja kommt schon in der ganz normalen Ausführung auf 21 Teile (OHNE Paspeln und Bündchen, wohlbemerkt). Ich habe noch eine zusätzliche Teilung am Arm eingebaut und alle Teile, die aus Jersey waren gedoppelt, damit es überall ungefähr gleich warm ist (der Uni-Stoff ist natürlich Sweat, etwas anderes macht im Winter auch nicht so richtig viel Sinn). So kam ich am Ende auf 29 Teile (+ Paspeln und Bündchen). Ehrlich: schnell genäht ist was anderes. Aber ich liebe diesen Schnitt trotzdem.
Bei der Stoffverteilung durfte die Große mit entscheiden, und so wurde es eine schön große Fläche aus dem Motivstoff. Ich hatte als Alternative überlegt, vorne nur die Dreiecke bei den Taschen aus dem Motivstoff zu machen, und dafür hinten den Mittelstreifen. Das hätte etwas weniger Stoff verbraucht, so dass vielleicht noch mehr für das Shirt drunter übrig geblieben wäre.
Nun gut, so sind auf dem Shirt eben nur zwei kleine Motive appliziert, die meiste Zeit wird das sowieso unter der Jacke verschwinden. Auch für das Shirt habe ich zwei Schnittmuster kombiniert, nämlich Easy-Peasy (sitzt mit der leichten Taillierung so schön) und lange Ärmel vom Regenbogenbody (weil mir die angesetzten Ärmel bei der Easy-Peasy etwas merkwürdig vorkommen).
Dazu gab es für beide eine Hose mit Schneeflocken-Webband. Für die Kleine war das jetzt die erste selbstgenähte Jeans, die hat nämlich eigentlich noch genug gekaufte Hosen ihrer großen Schwester (die in dem Alter gerade mal nicht so viele Hosen kaputt gemacht hat).
Die Hose ist wieder eine Motti-Hose mit geraden Kanten an den Taschen und für die Große mit der zusätzlichen Aufteilung am Bein, die ihr ja schon von der Bibi-Blocksberg-Hose kennt.
Und weil das so noch nicht genug Aufwand gewesen wäre, sind noch diverse gestickte Schneeflocken auf Pullis und Jeans gelandet. Die ganz kleinen Schneeflocken und die einzelne auf der kleineren Hose haben dann jeweils noch einen Strass-Stein in der Mitte. Merkt man irgendwie, dass die Mädels neuerdings auf Glitzer stehen?
Zwei der Flocken sind komplett selber digitalisiert, die gibt es daher auch wieder hier zum Runterladen.
Die Mädels waren auch sehr begeistert von den beiden Sets - aber die Große hatte trotzdem mal wieder einen Sonderwunsch: Auf dem Shirt waren ja gar keine Schneeflocken, das geht doch nicht! Mama, mach da bitte drei Schneeflocken drauf (Ja, auch die Zahl hat sie genau vorgegeben)! Ja, klar, auf ein fertiges Kleidungsstück... Herrlich!
Aber da ich ja nunmal möchte, dass den Kindern die Sachen auch wirklich gefallen, habe ich mich abends nochmal an die Stickmaschine gesetzt. Immerhin hat Madame sich zu einem "unkomplizierten" Stickgarn überreden lassen. Die anderen Schneeflocken sind nämlich alle aus Hologramm-Faden, also einem dünnen Metall-Streifen, der wirklich schön funkelt.
Sieht zwar toll aus, ist aber anfällig wie nur was. Am Anfang ist der gefühlt alle 10 Stiche gerissen oder hat sich unter dem Stoff verheddert. Irgendwann hatte ich den Trick raus, dass man hierfür die Fadenspannung auf 0 stellen muss, dann ist er zumindest nicht mehr gerissen. Die Gefahr des Verhedderns blieb allerdings.
Also wurden die "nachgelieferten" Schneeflocken mit normalem silbernen Stickgarn gemacht. Das hat dann auch relativ gut geklappt, auch wenn ich dabei Blut und Wasser geschwitzt habe.
Nur mit den Tragefotos ist es im Winter leider etwas schwieriger, denn man kann die Kinder ja schlecht bei 5° ohne Jacke rausschicken. Insofern gibt es leider nur welche von drinnen, und auch fast nur von der Großen, denn die Kleine hatte erst keine Lust und dann einen vollgesabberten Pulli. Aber die Große hatte richtig Spaß daran, ein bisschen Modell zu spielen - und sie hat großen Wert drauf gelegt, dass ihr heißgeliebtes Kuschelschaf mit auf's Bild kommt, zumal dieser Pulli jetzt endlich mal ausreichend große Taschen hat, um das Tierchen bequem mitzunehmen.
Von dem tollen "Winter-Pauli" von Stoff und Liebe samt Kombi hatte ich Ende des letzten Winters noch jeweils 0,5 m über Ebay ergattert, aber da der Winter da eben schon fast vorbei war, habe ich lieber bis jetzt damit gewartet. Wäre ja blöd, wenn die Sachen sonst nur 2 Wochen getragen worden wären, und diesen Winter nicht mehr gepasst hätten.
So hatte ich dann also Zeit genug, den Stoff zu streicheln und zu überlegen, was daraus denn nun werden soll. Klar, wie üblich eine Geschwister-Kombi, zum einen weil das einfach besonders süß aussieht, zum anderen, weil sonst eine der Damen leer ausgeht und meckert. Geht ja schließlich nicht, dass die Schwester einen coolen neuen Pulli hat, und man selber nicht. Es gibt hier wirklich nur sehr wenige Stoffe, die ich nur für ein Kind vernäht habe.
Bei der Kleinen hatte ich mich relativ schnell für eine Henry(ette) entschieden, bei der Großen tat ich mir irgendwie schwerer. Es sollte auf jeden Fall eine Kapuzenjacke werden, denn die stehen momentan sehr hoch im Kurs, aber etwas Neues bitte. Schließlich kam mir dann die Idee, die Aufteilung der Arja (die eigentlich ein Erwachsenen-SM ist, das ich selber total gerne trage) auf den JaWePu (der sitzt immer am besten) zu übertragen. Was ich vorher allerdings offensichtlich vergessen (oder verdrängt?) hatte: die Arja kommt schon in der ganz normalen Ausführung auf 21 Teile (OHNE Paspeln und Bündchen, wohlbemerkt). Ich habe noch eine zusätzliche Teilung am Arm eingebaut und alle Teile, die aus Jersey waren gedoppelt, damit es überall ungefähr gleich warm ist (der Uni-Stoff ist natürlich Sweat, etwas anderes macht im Winter auch nicht so richtig viel Sinn). So kam ich am Ende auf 29 Teile (+ Paspeln und Bündchen). Ehrlich: schnell genäht ist was anderes. Aber ich liebe diesen Schnitt trotzdem.
Bei der Stoffverteilung durfte die Große mit entscheiden, und so wurde es eine schön große Fläche aus dem Motivstoff. Ich hatte als Alternative überlegt, vorne nur die Dreiecke bei den Taschen aus dem Motivstoff zu machen, und dafür hinten den Mittelstreifen. Das hätte etwas weniger Stoff verbraucht, so dass vielleicht noch mehr für das Shirt drunter übrig geblieben wäre.
Nun gut, so sind auf dem Shirt eben nur zwei kleine Motive appliziert, die meiste Zeit wird das sowieso unter der Jacke verschwinden. Auch für das Shirt habe ich zwei Schnittmuster kombiniert, nämlich Easy-Peasy (sitzt mit der leichten Taillierung so schön) und lange Ärmel vom Regenbogenbody (weil mir die angesetzten Ärmel bei der Easy-Peasy etwas merkwürdig vorkommen).
Dazu gab es für beide eine Hose mit Schneeflocken-Webband. Für die Kleine war das jetzt die erste selbstgenähte Jeans, die hat nämlich eigentlich noch genug gekaufte Hosen ihrer großen Schwester (die in dem Alter gerade mal nicht so viele Hosen kaputt gemacht hat).
Die Hose ist wieder eine Motti-Hose mit geraden Kanten an den Taschen und für die Große mit der zusätzlichen Aufteilung am Bein, die ihr ja schon von der Bibi-Blocksberg-Hose kennt.
Und weil das so noch nicht genug Aufwand gewesen wäre, sind noch diverse gestickte Schneeflocken auf Pullis und Jeans gelandet. Die ganz kleinen Schneeflocken und die einzelne auf der kleineren Hose haben dann jeweils noch einen Strass-Stein in der Mitte. Merkt man irgendwie, dass die Mädels neuerdings auf Glitzer stehen?
Zwei der Flocken sind komplett selber digitalisiert, die gibt es daher auch wieder hier zum Runterladen.
Die Mädels waren auch sehr begeistert von den beiden Sets - aber die Große hatte trotzdem mal wieder einen Sonderwunsch: Auf dem Shirt waren ja gar keine Schneeflocken, das geht doch nicht! Mama, mach da bitte drei Schneeflocken drauf (Ja, auch die Zahl hat sie genau vorgegeben)! Ja, klar, auf ein fertiges Kleidungsstück... Herrlich!
Aber da ich ja nunmal möchte, dass den Kindern die Sachen auch wirklich gefallen, habe ich mich abends nochmal an die Stickmaschine gesetzt. Immerhin hat Madame sich zu einem "unkomplizierten" Stickgarn überreden lassen. Die anderen Schneeflocken sind nämlich alle aus Hologramm-Faden, also einem dünnen Metall-Streifen, der wirklich schön funkelt.
Also wurden die "nachgelieferten" Schneeflocken mit normalem silbernen Stickgarn gemacht. Das hat dann auch relativ gut geklappt, auch wenn ich dabei Blut und Wasser geschwitzt habe.
Nur mit den Tragefotos ist es im Winter leider etwas schwieriger, denn man kann die Kinder ja schlecht bei 5° ohne Jacke rausschicken. Insofern gibt es leider nur welche von drinnen, und auch fast nur von der Großen, denn die Kleine hatte erst keine Lust und dann einen vollgesabberten Pulli. Aber die Große hatte richtig Spaß daran, ein bisschen Modell zu spielen - und sie hat großen Wert drauf gelegt, dass ihr heißgeliebtes Kuschelschaf mit auf's Bild kommt, zumal dieser Pulli jetzt endlich mal ausreichend große Taschen hat, um das Tierchen bequem mitzunehmen.
Dienstag, 15. Dezember 2015
Weihnachtsgeschenke-Produktion
Puh, so langsam bin ich fertig mit der Weihnachtsgeschenke-Produktion! Naja, fast, einen Känguru-Pulli für's Nachbarsmädchen muss ich noch fertig machen, gestickt und zugeschnitten ist er aber schon, insofern dürfte das recht zügig gehen.
In den letzten Tagen standen erstmal die Geschenke, die verschickt werden müssen, im Vordergrund.
Da war zuerst einmal ein Rucksack für den Neffen:
Unsere Große hatte diesen Rucksack schon im Sommer bekommen, und ihr Cousin war ein bisschen neidisch (oder zumindest seine Eltern :D). Jetzt kriegt er also auch einen, sogar besser, denn seinem hab ich ordentlich mit Volumenvlies zu etwas mehr Standfestigkeit und Volumen verholfen. Der erste (der hier auf den Fotos zu sehen ist, der neue ist schon unterwegs nach England, wo der Bruder meines Mannes samt Famile lebt) ist komplett unverstärkt, stört mein Mäuschen aber gar nicht - nur mich manchmal, aber deshalb ist der zweite ja verbessert worden. Wenn ich irgendwann mal wieder Zeit hab (haha...), dann kriegt meine Kleine auch noch einen, die bekommt dann aber ein anderes Motiv, ich denke hier an einen Löwen.
Der Tiger ist nach einem T-Shirt gezeichnet und dann in 3 Etappen mit der Maschine gestickt (erst Schnauze und die Streifen dort, dann Nase, dann Stirn mit Augen) und anschließend per Hand auf den grünen Stoff appliziert (bzw drunter in den grünen Stoff wurde das entsprechende Loch geschnitten, aber das merkt man leider nicht so wirklich.
Dann gab es ein Kleid für mein Patenkind:
Der "Once upon a time"-Stoff liegt hier schon lange für sie bereit, jetzt wurde er endlich vernäht. Der Schnitt ist von Schnabelinas Kreuzkleid abgeleitet, aber in Kindergröße (134 um genau zu sein). Dafür habe ich das Schnittmuster vom Kapuzenkleid genommen und den oberen Teil so zerlegt, wie es beim Kreuzkleid der Fall ist:
Der unterste Abschnitt, unter dem "Kreuz" wird dann direkt ans Rockteil angesetzt, was ich oben etwas schmaler gemacht habe, so dass es genau an das Oberteil passt. Die im Kapuzenkleid eigentlich vorgesehene Kellerfalte stelle ich mir in diesem Fall nicht so passend vor. Die Nähanleitung kann man dann ja vom "großen" Kreuzkleid übernehmen.
Unten hat das Kleid eine Stickerei, und zwar die Rose die beim Einhorn-Stoff ganz am Rand aufgedruckt war. Ich hatte erst überlegt, einfach dieses Stückchen Stoff zu applizieren, aber die Stickdatei war auch schnell erstellt, und mir gefällt es so besser. Ich hoffe mal, dem Patenkind auch. Die langen Ärmel sind nachträglich mit einfachem Gradstich eingesetzt, so dass man die im Sommer ganz einfach entfernen kann.
Und wo wir gerade bei Schnabelina-Schnitten sind: die Clutch musste natürlich auch mal genäht werden!
Da ich aber so gar kein Handtaschen-Typ bin, wurde es ein Schlüsselmäppchen. Dafür habe ich das Schnittmuster noch mal verkleinert (geht bei Taschen ja netterweise einfacher als bei Kleidung, das erledigt einfach der Drucker durch Skalierung), nämlich auf 75% von der Mini-Größe. Das ist dann also "Micro-Größe". War zwar etwas Fummelei, vor allem beim Wenden, aber es hat geklappt.
Die drei gehen ebenfalls nach England, diesmal zu meiner Schwester und ihrer Familie. Ich habe hier mal das Geo-Dreieck dazwischen gelegt, damit man sehen kann, wie winzig die nun geworden sind.
Mir selber habe ich dann auch gleich noch eine gemacht, und die verlinke ich jetzt auch für den Wettbewerb:
In den letzten Tagen standen erstmal die Geschenke, die verschickt werden müssen, im Vordergrund.
Da war zuerst einmal ein Rucksack für den Neffen:
Unsere Große hatte diesen Rucksack schon im Sommer bekommen, und ihr Cousin war ein bisschen neidisch (oder zumindest seine Eltern :D). Jetzt kriegt er also auch einen, sogar besser, denn seinem hab ich ordentlich mit Volumenvlies zu etwas mehr Standfestigkeit und Volumen verholfen. Der erste (der hier auf den Fotos zu sehen ist, der neue ist schon unterwegs nach England, wo der Bruder meines Mannes samt Famile lebt) ist komplett unverstärkt, stört mein Mäuschen aber gar nicht - nur mich manchmal, aber deshalb ist der zweite ja verbessert worden. Wenn ich irgendwann mal wieder Zeit hab (haha...), dann kriegt meine Kleine auch noch einen, die bekommt dann aber ein anderes Motiv, ich denke hier an einen Löwen.
Der Tiger ist nach einem T-Shirt gezeichnet und dann in 3 Etappen mit der Maschine gestickt (erst Schnauze und die Streifen dort, dann Nase, dann Stirn mit Augen) und anschließend per Hand auf den grünen Stoff appliziert (bzw drunter in den grünen Stoff wurde das entsprechende Loch geschnitten, aber das merkt man leider nicht so wirklich.
Dann gab es ein Kleid für mein Patenkind:
Der "Once upon a time"-Stoff liegt hier schon lange für sie bereit, jetzt wurde er endlich vernäht. Der Schnitt ist von Schnabelinas Kreuzkleid abgeleitet, aber in Kindergröße (134 um genau zu sein). Dafür habe ich das Schnittmuster vom Kapuzenkleid genommen und den oberen Teil so zerlegt, wie es beim Kreuzkleid der Fall ist:
Der unterste Abschnitt, unter dem "Kreuz" wird dann direkt ans Rockteil angesetzt, was ich oben etwas schmaler gemacht habe, so dass es genau an das Oberteil passt. Die im Kapuzenkleid eigentlich vorgesehene Kellerfalte stelle ich mir in diesem Fall nicht so passend vor. Die Nähanleitung kann man dann ja vom "großen" Kreuzkleid übernehmen.
Unten hat das Kleid eine Stickerei, und zwar die Rose die beim Einhorn-Stoff ganz am Rand aufgedruckt war. Ich hatte erst überlegt, einfach dieses Stückchen Stoff zu applizieren, aber die Stickdatei war auch schnell erstellt, und mir gefällt es so besser. Ich hoffe mal, dem Patenkind auch. Die langen Ärmel sind nachträglich mit einfachem Gradstich eingesetzt, so dass man die im Sommer ganz einfach entfernen kann.
Und wo wir gerade bei Schnabelina-Schnitten sind: die Clutch musste natürlich auch mal genäht werden!
Da ich aber so gar kein Handtaschen-Typ bin, wurde es ein Schlüsselmäppchen. Dafür habe ich das Schnittmuster noch mal verkleinert (geht bei Taschen ja netterweise einfacher als bei Kleidung, das erledigt einfach der Drucker durch Skalierung), nämlich auf 75% von der Mini-Größe. Das ist dann also "Micro-Größe". War zwar etwas Fummelei, vor allem beim Wenden, aber es hat geklappt.
Die drei gehen ebenfalls nach England, diesmal zu meiner Schwester und ihrer Familie. Ich habe hier mal das Geo-Dreieck dazwischen gelegt, damit man sehen kann, wie winzig die nun geworden sind.
Mir selber habe ich dann auch gleich noch eine gemacht, und die verlinke ich jetzt auch für den Wettbewerb:
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Noch eine Geschwister-Kombi
Die MiniMissi und die Henry(ette) haben es mir echt angetan, gerade in der Kombination für meine beiden Süßen. Diesmal gab's aber die MiniMissy für die Große und die Henry(ette) für die Kleine. Kapuzen gab es wieder nicht, denn der Sweat ist unheimlich dick, das wäre mir einfach zu viel Volumen geworden. Aber vielleicht kommt die Tage noch ne Mütze dazu, mal schauen. Stoff hätte ich noch genug, aber eine lange To-Sew-Liste halt auch.
Die Applikationen sind anhand der Motive auf dem Stoff erstellt, da weiß ich aber nicht, ob ich die Dateien dann hier öffentlich verteilen darf. Daher gehe ich lieber auf Nummer sicher und stelle die nicht ein. Sorry, aber Ärger riskieren will ich lieber nicht.
Bei den beiden Katzen musste ich etwas frickeln, bis die Haltung der beiden zueinander ungefähr zum Nahtverlauf der Missy passte, denn die beiden sollten ja genau auf der Kante sitzen. Da hab ich denn erstmal beide Katzen so digitalisiert wie sie auf dem Stoff abgebildet sind und dann die eine immer weiter gedreht bis es passte. Die Katzenaugen hätte ich besser in gelb gestickt, so ist es auf dem Stoff ja auch, aber das ist mir leider zu spät aufgefallen, da hatte ich die Stickerei schon aus dem Rahmen genommen. Jetzt sind sie halt orange.
Den Mädels gefallen die Pullis auch, die Große hat direkt darauf bestanden, dass beide jetzt diesen Pulli anziehen sollen ("Kleine Schwester auch den Pulli anziehen!")
Und da diese beiden Pullis ja voll und ganz zur Jahreszeit passen - von der Temperatur und vom Motiv her - verlinke ich sie zum Seasonal Sewing.
Die Applikationen sind anhand der Motive auf dem Stoff erstellt, da weiß ich aber nicht, ob ich die Dateien dann hier öffentlich verteilen darf. Daher gehe ich lieber auf Nummer sicher und stelle die nicht ein. Sorry, aber Ärger riskieren will ich lieber nicht.
Bei den beiden Katzen musste ich etwas frickeln, bis die Haltung der beiden zueinander ungefähr zum Nahtverlauf der Missy passte, denn die beiden sollten ja genau auf der Kante sitzen. Da hab ich denn erstmal beide Katzen so digitalisiert wie sie auf dem Stoff abgebildet sind und dann die eine immer weiter gedreht bis es passte. Die Katzenaugen hätte ich besser in gelb gestickt, so ist es auf dem Stoff ja auch, aber das ist mir leider zu spät aufgefallen, da hatte ich die Stickerei schon aus dem Rahmen genommen. Jetzt sind sie halt orange.
Den Mädels gefallen die Pullis auch, die Große hat direkt darauf bestanden, dass beide jetzt diesen Pulli anziehen sollen ("Kleine Schwester auch den Pulli anziehen!")
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| Ein Herz und eine Seele (meistens...) |
Donnerstag, 8. Oktober 2015
Lady Bella trifft JaWePu
Nachdem ich mir vor ein paar Monaten schon mal eine Lady Bella genäht habe, die einer meiner absoluten Lieblingspullis geworden ist, musste jetzt eine zweite her - ab und zu sind ja auch Lieblingspullis mal in der Wäsche... Ich liebe Kapuzenjacken und diese passt wirklich gut!
Allerdings wollte ich diesmal eine andere Aufteilung des Vorderteils haben, damit es nicht zuuu ähnlich aussieht (klar, andere Farben und Stoffe sind es ja sowieso, aber ich wollte halt noch ein bisschen mehr Abwechslung), und da mir bei meinen Töchtern die Aufteilung des JaWePus immer so gut gefällt, dachte ich, man kann's ja mal probieren...
Also habe ich mir den Lady Bella-Schnitt ausgedruckt, die Passe nicht abgeschnitten und stattdessen eine Linie eingezogen, die der Aufteilung vom JaWePu einigermaßen nahe kommt, und dementsprechend zugeschnitten. Die Taschen hab ich aber doch lieber vom Original genommen, die JaWePu-Taschen finde ich zwar bei Kindern ganz toll, wäre mir aber hier doch langsam zu viel Musterstoff geworden.
| Geschickter wäre es vielleicht gewesen, dieses Foto abends zu machen, wenn die Kinder schlafen, dann kommen keine kleinen Foto-Bomber ins Bild gekrabbelt... |
Wenn ich wie hier Jersey (Sterne) und Sweat (uni) in einem Teil kombiniere, mache ich meistens die Jersey-Bereiche doppellagig, damit es überall ungefähr gleich dick und warm ist. Hier hatte ich praktischerweise einen Uni-Jersey exakt im gleichen Farbton wie den Sweat, so dass man, wenn man die Jacke aufklappt, gar keinen Farbunterschied sieht.
Trotzdem: Beide Sorten Sternen-Stickdateien gibt's hier zum Runterladen.
Und jetzt wandert dieser Beitrag zu RUMS und zum Seasonal Sewing, denn wann passt eine kuschelige Kapuzenjacke besser, als jetzt, wenn es kälter wird.
Oh, und jetzt sehe ich gerade, dass Schnabelina die gefütterte Hose online gestellt hat! Ich war damals zwar leider nicht beim Probenähen dabei, hatte sie aber kurz danach mal angemailt, ob ich die Anleitung schon bekommen könnte, da ich für die Große eine solche Hose für den Skiurlaub machen wollte. Netterweise habe ich diese Anleitung - vor allem ging es mir um die versteckten Bündchen - tatsächlich bekommen und die Hose wurde im Skiurlaub und auch noch einige Wochen zu Hause sehr gerne getragen. Mal schauen, ob sie diesen Winter auch noch passt, ich befürchte aber eher nicht, da lag doch ein großer Wachstumsschub dazwischen. Nun, dann "muss" ich wohl demnächst eine neue nähen :D
Und jetzt geht der Beitrag auch noch zu Schnabelinas Linkparty.
Oh, und jetzt sehe ich gerade, dass Schnabelina die gefütterte Hose online gestellt hat! Ich war damals zwar leider nicht beim Probenähen dabei, hatte sie aber kurz danach mal angemailt, ob ich die Anleitung schon bekommen könnte, da ich für die Große eine solche Hose für den Skiurlaub machen wollte. Netterweise habe ich diese Anleitung - vor allem ging es mir um die versteckten Bündchen - tatsächlich bekommen und die Hose wurde im Skiurlaub und auch noch einige Wochen zu Hause sehr gerne getragen. Mal schauen, ob sie diesen Winter auch noch passt, ich befürchte aber eher nicht, da lag doch ein großer Wachstumsschub dazwischen. Nun, dann "muss" ich wohl demnächst eine neue nähen :D
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| In Kombination mit einem schön dicken JaWePu war das ein tolles Winter-Outfit. |
Samstag, 26. September 2015
Blut, Schweiß und ein paar Flüche - aber es hat sich gelohnt
Endlich! Der Känguru-Pulli ist fertig!
Nach vielen Versuchen und Fehlschlägen, einigen Änderungen,
Rumprobieren und wieder Ändern hab ich es jetzt endlich geschafft, das Känguru
mit Baby im Beutel so zu digitalisieren, dass es sogar mit meinem kleinen
Rahmen funktioniert (mit großem Rahmen wäre es etwas einfacher gewesen, aber
ging halt nicht, und außerdem: einfach ist ja langweilig…).
Der Pulli selbst hat jetzt auch noch Ohren an der Kapuze,
und nun sieht meine Große selber wie ein kleines Känguru aus. So rumhüpfen tut
sie auch :D
Auf dem Rücken ist ein Känguru von hinten drauf, und beim
Schwanz hab ich es dann doch nochmal mit dem freihändigen Applizieren versucht
(allerdings diesmal nur die letzten paar Zentimeter der Schwanzspitze), und
siehe da, das klappt ja doch. Stickvlies drunter lassen kann ganz hilfreich
sein…
Die Große war jedenfalls heute Morgen hellauf begeistert von
ihrem neuen Pulli.
Und wer jetzt meint der Titel sei übertrieben, der irrt:
Schweiß und Flüche gab's während der Digitalisierung oft
genug (Wer jemals länger an so einem Projekt rumgetüftelt hat, der kennt das)
und bei der LETZTEN Naht (Murphy lässt grüßen, immer gerade dann, wenn man
denkt, es gleich geschafft zu haben) ist mir dann noch die Nadel zerbrochen -
und zwar so schwungvoll, dass es mir die abgebrochene Spitze in die Fingerkuppe
gehauen hat!
Nicht wirklich dramatisch, aber trotzdem: WTF??? Das ist mir
bisher echt noch nie passiert, und zerbrochene Nadeln hatte ich schon einige.
Ich versteh es echt nicht! Erstens: Das waren nicht ungewöhnlich viele
Stofflagen, sondern eine ganz normale Absteppung entlang des Bündchens.
Standard eigentlich. Stecknadeln waren auch weit und breit keine mehr im Stoff.
Wieso zerlegt es da die Nadel? Und dann auch noch zweitens mit so viel Schwung?
Abgesehen von der Nadelspitze im Finger ist mir auch noch ein Splitter um die
Ohren geflogen, da stellte sich aber - nach einer ersten panischen Suche
(Kinder!) - heraus, dass wohl nur noch ca. 1 mm² außen von der Nadel abgesplittert
war, da hab ich dann nicht weiter gesucht, sondern es direkt dem Staubsauger
überlassen.
Und dann muss ich demnächst mal wieder zum Stoffladen meines
Vertrauens (mal wieder einen Grund :D ) und neue Nadeln holen, jetzt hab ich
nämlich eine Packung durch…
Da der Grundschnitt der Pullis ein JaWePu ist, verlinke ich ihn bei Schnabelina.
Sonntag, 20. September 2015
Komplizierte Stickerei!
Ich bastel gerade mal wieder an einer Stickdatei und überlege ernsthaft, irgendwann doch mal eine Stickmaschine mit größerem Rahmen hier einziehen zu lassen. Ja, ich weiß, ich bin verrückt, ist meine Näh-Stick-Kombimaschine doch gerade mal ein Jahr alt. Aber die hat halt nur einen 10*10-Rahmen, bzw maximal 10*17 mit Versatzrahmen, und man stolpert doch häufig über schöne Stickdateien, die für den 13*18-Rahmen gedacht sind, und auch meine eigenen Entwürfe sind machmal so, dass sie im größeren Rahmen leichter bzw. oft auch schöner zu realisieren wären.
Aktuell habe ich aber die Idee, ein Känguru, aus dessen Beutel das Jungtier herausschaut, zu sticken - und das Jungtier soll als kleine ITH-Stickerei daherkommen. Damit das klappt, muss die Känguru-Mama aber eben ausreichend groß sein, sonst ist das Baby zu klein zum wenden. Mit einem 13*18-Rahmen wäre das schon ganz gut machbar, in meinem derzeitigen Entwurf ist das Tierchen 15 cm hoch und mit Schwanz knapp 13 cm breit. Das Jungtier ist zwar eine fürchterliche Fummelei, aber machbar.
Nun gut, ohne Schwanz passt es problemlos in den Versatzrahmen, also war die erste Idee, erst den Körper zu sticken und dann den Schwanz freihändig zu applizieren. (Für den Schwanz die Maschine neu anzusetzen, habe ich mich nicht getraut, da hätte ich doch niemals ganz exakt die richtige Position getroffen.)
Mhh, wie man sieht, ist freihändiges Applizieren nicht gerade meine Stärke, der Schwanz sieht grauenhaft aus. Aber man sieht hier schon mal, wie ich mir das ganze vorstelle.
Die zweite Idee war dann, den oberen Teil des Viechs ganz normal im kleinen Rahmen zu sticken, den unteren Teil quer im Versatzrahmen und daraus eine Bauchtasche - die Dinger nenn ich sowieso immer Kängurubeutel :D - zu machen. Dann ist das passend Zusammensetzen schon mal relativ einfach.
Sieht ja schon mal ganz passabel aus, aber der Übergang mitten im Oberschenkel gefällt mir noch nicht so richtig. Da muss ich noch ne Lösung austüfteln...
Aktuell habe ich aber die Idee, ein Känguru, aus dessen Beutel das Jungtier herausschaut, zu sticken - und das Jungtier soll als kleine ITH-Stickerei daherkommen. Damit das klappt, muss die Känguru-Mama aber eben ausreichend groß sein, sonst ist das Baby zu klein zum wenden. Mit einem 13*18-Rahmen wäre das schon ganz gut machbar, in meinem derzeitigen Entwurf ist das Tierchen 15 cm hoch und mit Schwanz knapp 13 cm breit. Das Jungtier ist zwar eine fürchterliche Fummelei, aber machbar.
Nun gut, ohne Schwanz passt es problemlos in den Versatzrahmen, also war die erste Idee, erst den Körper zu sticken und dann den Schwanz freihändig zu applizieren. (Für den Schwanz die Maschine neu anzusetzen, habe ich mich nicht getraut, da hätte ich doch niemals ganz exakt die richtige Position getroffen.)
Mhh, wie man sieht, ist freihändiges Applizieren nicht gerade meine Stärke, der Schwanz sieht grauenhaft aus. Aber man sieht hier schon mal, wie ich mir das ganze vorstelle.
Die zweite Idee war dann, den oberen Teil des Viechs ganz normal im kleinen Rahmen zu sticken, den unteren Teil quer im Versatzrahmen und daraus eine Bauchtasche - die Dinger nenn ich sowieso immer Kängurubeutel :D - zu machen. Dann ist das passend Zusammensetzen schon mal relativ einfach.
Sieht ja schon mal ganz passabel aus, aber der Übergang mitten im Oberschenkel gefällt mir noch nicht so richtig. Da muss ich noch ne Lösung austüfteln...
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