Samstag, 4. März 2017

Alle guten Dinge sind ...

... drei!

Bisher hab ich ja aus den meisten Stoffen Geschwister-Sets für meine beiden Mäuse genäht, so dass es immer Werke im Doppelpack gab. Tja, und ab Ende Juli werde ich dann wohl jeden Stoff dreifach vernähen können, denn wir bekommen nochmal Verstärkung. So wie es bisher aussieht, bleiben wir unserem bisherigen "Muster" treu und erwarten ein drittes Mädchen.
Das ist auch der Grund, warum es in den letzten Wochen so ruhig hier war, denn die ersten Wochen der Schwangerschaft waren nicht so wirklich angenehm. Übelkeit kannte ich ja von den beiden Großen auch, aber diesmal hat es mich wirklich 5 Wochen lang komplett auf die Nase gelegt, und auch danach war ich noch lange nicht komplett einsatzfähig. Mittlerweile ist das aber vorbei, ab und zu macht zwar mein Kreislauf noch Zicken aber so langsam komme ich in der angenehmen Phase der Schwangerschaft an. Dementsprechend kann ich jetzt auch wieder etwas nähen, und da war natürlich auch bald mal etwas für das Krümelchen fällig.
Als ich den süßen Elefanten-Stoff von Stoff&Liebe gesehen habe, hatte ich direkt genau so ein Babyset vor Augen. Also habe ich mich an dem entsprechenden Freitag tatsächlich mal fast den ganzen Nachmittag an den Rechner gehängt (zum Glück war mein Mann mit den Mädels unterwegs) um davon etwas zu ergattern - und hatte tatsächlich Glück. So viel Aufwand mache ich mir sonst mit den Eigenproduktionen nicht, dementsprechend habe ich auch bei weitem nicht immer Erfolg. Aber diesmal musste das einfach sein! Die Stickdatei dazu ist selber digitalisiert.
Das Baby-Set besteht aus einem Regenbogen-Body und einem Strampler, dessen Schnitt ich weitgehend von einem gekauften, der den beiden Großen damals gut gepasst hatte, abgenommen habe. Ob das so ganz geklappt hat, werden wir dann Ende Juli sehen, das Set ist in Größe 56 und wenn die Dame nach ihren großen Schwestern kommt, muss ich in Größe 50 auch nix nähen. Wenn der Schnitt sich bewährt, lohnt es sich ja vielleicht auch, ihn zu digitalisieren.


Als der Stoff dann hier ankam, sah meine (noch) Kleine ihn und erhob direkt mal Ansprüche darauf, und das mit fast ebenso viel Vehemenz wie ihre große Schwester, als es um das Drachenkostüm ging. Madame flitzte bei jeder Gelegenheit in mein Nähzimmer (oder auch: Chaos-Stofflager), schnappte sich den Stoff, schleppte ihn mir vor die Füße und forderte "Ich will das haben! Eine Hose!" Auf eine Hose hatte ich allerdings nicht so richtig Lust, also wurde es ein Oberteil, ein Trotzkopf, der aber auch gerne von ihr akzeptiert wurde (ohne dass sie ihren eigenen, derzeit sehr ausgeprägten, Trotzkopf zum Einsatz brachte).

Vielleicht mache ich aus den Herzchen ja noch eine Leggins (das Mäuschen wird gerade trocken, da kann man nie Hosen genug haben), aber ich fürchte, in der Kombination wird das dann doch sehr bunt. (Die Hose, die sie auf den Fotos jetzt dazu trägt, passt ja auch nicht optimal - aber da kam ihr Trotzkopf dann doch durch.)


Und weil eben alle guten Dinge drei sind, wurde dann auch gleich die erste Dreier-Kombination genäht. Für die Große gab es mal wieder eine Divida, die nähe ich nach wie vor immer wieder gerne.
Den Fotohintergrund habe ich ziemlich neu, das hier war der erste Einsatz, und auch wenn da noch ein bisschen Übung nötig ist, um alles so richtig gut zu positionieren (vor allem die Kinder weit genug in der Mitte), die Kinder hatten zumindest Spass dran.


Und zum Schluss noch ein Bild von der ganzen Dreier-Kombination. Der Größenunterschied (56, 86, 104) ist schon ganz schön heftig...
Die beiden Großen freuen sich auch schon sehr auf ihr kleines Schwesterchen:


Freitag, 17. Februar 2017

Uah, ich will dir fressen!

Nach einer längeren Pause bekommt ihr endlich mal wieder etwas von mir zu sehen. Das große Mausekind ist ja inzwischen im Kindergarten, und dort wird auch Fasching gefeiert - obwohl wir hier im hohen Norden ja in einer Hochburg der Faschingsmuffel sitzen.
Für mich wenig überraschend wünschte Madame sich ein Drachenkostüm - und lag mir dann bis zur Fertigstellung jeden Tag mit der Frage in den Ohren, wann das Kostüm denn endlich fertig sei.

Die erste schwierige Entscheidung war die nach der Stoffwahl. Eigentlich braucht ein Drache ja Schuppen, aber der Schuppen-Stoff, den ich dann gefunden habe, erschien mir irgendwie nicht so richtig bequem. Also kam der nur für die Flügel zum Einsatz, für den Rest habe ich mich für Nicki-Stoff entschieden. Dann hat der Drache eben Fell statt Schuppen.
Als Grundschnitte habe ich die Louisa-Hose und den JaWePu  mit etwas veränderter Teilung am Bauch genommen - so weit, so einfach.  Komplizierter war es dann schon, daraus wirklich einen Drachen zu machen. Ein anständiger Drache braucht Rückenzacken, Flügel, einen Schwanz und natürlich einen Kopf.

Die Rückenzacken bestehen aus zwei Lagen dünnem Filz, die auf der linken Stoffseite auseinander geklappt und recht und links des Rückenkamms abgesteppt wurden. So klappen sie nicht so leicht um und sind generell recht stabil.
Die Flügel sind am oberen Rand durch einen innenliegenden Streifen aus dickerem Filz verstärkt, so behalten sie zwar einerseits die Form, andererseits besteht im Gegensatz zu einer Verstärkung mit Draht garantiert keine Verletzungsgefahr. Ansonsten bestehen sie nur aus zwei Lagen Schuppenstoff, ohne weitere Füllung oder Verstärkung.
Der Schwanz war schnell freihändig zugeschnitten, da fand ich, konnte man kaum etwas falsch machen. Gefüllt ist er, wie auch der Kopf, mit Füllwatte.
Tja, und dann musste das Vieh ja noch irgendwie einen Kopf bekommen. Da sah ich zwei Möglichkeiten: Entweder, die Schnauze hängt vor dem Gesicht und das Kind guckt durch die Augen des Drachen, oder der ganze Drachenkopf sitzt oben auf der Kapuze und das Gesicht des Kindes bleibt frei. Wirklich praktikabel für eine Dreijährige erschien mir dann aber doch nur Möglichkeit 2, auch wenn die andere Variante vielleicht noch etwas cooler ausgesehen hätte - aber was nützt die Coolness, wenn das Kind nicht mit dem eingeschränkten Blickfeld zurechtkommt.
Tatsächlich klappte das mit dem Kopf dann auch relativ gut, aber beim nächsten Mal (und das wird es geben: Madame möchte so ein Kostüm auch für ihre Puppe - HILFE!) jag ich das ganze Gesicht durch die Stickmaschine. Meine Neue (ein Weihnachtsgeschenk) kann ja so große Sachen sticken, und dann ist es doch höchstwahrscheinlich ordentlicher. So hatte ich nur die Augen und die Nüstern vorgestickt und dann appliziert, der Mund ist komplett freihändig (und das sieht man bei näherer Betrachtung auch).

Nun, vor ein paar Tagen ist das Kostüm endlich fertig geworden, und Madame ist begeistert. Seitdem ist kein Tag vergangen, ohne dass sie es wenigstens für ein paar Minuten angezogen hat. Dann flitzt sie mit "Uaaah"-Gebrüll und "feuerspuckend" durch die Gegend und jagt ihre kleine Schwester - vielleicht sollte ich für die statt dem gewünschten Löwen-Kostüm lieber ein Ritterrüstung machen?

 P.S.: Ich schulde euch noch eine Erklärung für die lange Pause, denn natürlich habe ich nicht 2 Monate nur an diesem Nähprojekt gesessen - aber die Erklärung gibt es nächtes Mal.

Samstag, 19. November 2016

Maulwurf im Winter

Nicht nur in unserem Garten, sondern auch auf der Kleidung unserer Kinder macht sich der Maulwurf breit. Allerdings gefällt er mir auf der Kleidung definitiv besser...
Von dem tollen "Winter-Pauli" von Stoff und Liebe samt Kombi hatte ich Ende des letzten Winters noch jeweils 0,5 m über Ebay ergattert, aber da der Winter da eben schon fast vorbei war, habe ich lieber bis jetzt damit gewartet. Wäre ja blöd, wenn die Sachen sonst nur 2 Wochen getragen worden wären, und diesen Winter nicht mehr gepasst hätten.
So hatte ich dann also Zeit genug, den Stoff zu streicheln und zu überlegen, was daraus denn nun werden soll. Klar, wie üblich eine Geschwister-Kombi, zum einen weil das einfach besonders süß aussieht, zum anderen, weil sonst eine der Damen leer ausgeht und meckert. Geht ja schließlich nicht, dass die Schwester einen coolen neuen Pulli hat, und man selber nicht. Es gibt hier wirklich nur sehr wenige Stoffe, die ich nur für ein Kind vernäht habe.
Bei der Kleinen hatte ich mich relativ schnell für eine Henry(ette) entschieden, bei der Großen tat ich mir irgendwie schwerer. Es sollte auf jeden Fall eine Kapuzenjacke werden, denn die stehen momentan sehr hoch im Kurs, aber etwas Neues bitte. Schließlich kam mir dann die Idee, die Aufteilung der Arja (die eigentlich ein Erwachsenen-SM ist, das ich selber total gerne trage) auf den JaWePu (der sitzt immer am besten) zu übertragen. Was ich vorher allerdings offensichtlich vergessen (oder verdrängt?) hatte: die Arja kommt schon in der ganz normalen Ausführung auf 21 Teile (OHNE Paspeln und Bündchen, wohlbemerkt). Ich habe noch eine zusätzliche Teilung am Arm eingebaut und alle Teile, die aus Jersey waren gedoppelt, damit es überall ungefähr gleich warm ist (der Uni-Stoff ist natürlich Sweat, etwas anderes macht im Winter auch nicht so richtig viel Sinn). So kam ich am Ende auf 29 Teile (+ Paspeln und Bündchen). Ehrlich: schnell genäht ist was anderes. Aber ich liebe diesen Schnitt trotzdem.

Bei der Stoffverteilung durfte die Große mit entscheiden, und so wurde es eine schön große Fläche aus dem Motivstoff. Ich hatte als Alternative überlegt, vorne nur die Dreiecke bei den Taschen aus dem Motivstoff zu machen, und dafür hinten den Mittelstreifen. Das hätte etwas weniger Stoff verbraucht, so dass vielleicht noch mehr für das Shirt drunter übrig geblieben wäre.
Nun gut, so sind auf dem Shirt eben nur zwei kleine Motive appliziert, die meiste Zeit wird das sowieso unter der Jacke verschwinden. Auch für das Shirt habe ich zwei Schnittmuster kombiniert, nämlich Easy-Peasy (sitzt mit der leichten Taillierung so schön) und lange Ärmel vom Regenbogenbody (weil mir die angesetzten Ärmel bei der Easy-Peasy etwas merkwürdig vorkommen).
Dazu gab es für beide eine Hose mit Schneeflocken-Webband. Für die Kleine war das jetzt die erste selbstgenähte Jeans, die hat nämlich eigentlich noch genug gekaufte Hosen ihrer großen Schwester (die in dem Alter gerade mal nicht so viele Hosen kaputt gemacht hat).
Die Hose ist wieder eine Motti-Hose mit geraden Kanten an den Taschen und für die Große mit der zusätzlichen Aufteilung am Bein, die ihr ja schon von der Bibi-Blocksberg-Hose kennt.

Und weil das so noch nicht genug Aufwand gewesen wäre, sind noch diverse gestickte Schneeflocken auf Pullis und Jeans gelandet. Die ganz kleinen Schneeflocken und die einzelne auf der kleineren Hose haben dann jeweils noch einen Strass-Stein in der Mitte. Merkt man irgendwie, dass die Mädels neuerdings auf Glitzer stehen?

Zwei der Flocken sind komplett selber digitalisiert, die gibt es daher auch wieder hier zum Runterladen.

Die Mädels waren auch sehr begeistert von den beiden Sets - aber die Große hatte trotzdem mal wieder einen Sonderwunsch: Auf dem Shirt waren ja gar keine Schneeflocken, das geht doch nicht! Mama, mach da bitte drei Schneeflocken drauf (Ja, auch die Zahl hat sie genau vorgegeben)! Ja, klar, auf ein fertiges Kleidungsstück... Herrlich!
Aber da ich ja nunmal möchte, dass den Kindern die Sachen auch wirklich gefallen, habe ich mich abends nochmal an die Stickmaschine gesetzt. Immerhin hat Madame sich zu einem "unkomplizierten" Stickgarn überreden lassen. Die anderen Schneeflocken sind nämlich alle aus Hologramm-Faden, also einem dünnen Metall-Streifen, der wirklich schön funkelt.
Sieht zwar toll aus, ist aber anfällig wie nur was. Am Anfang ist der gefühlt alle 10 Stiche gerissen oder hat sich unter dem Stoff verheddert. Irgendwann hatte ich den Trick raus, dass man hierfür die Fadenspannung auf 0 stellen muss, dann ist er zumindest nicht mehr gerissen. Die Gefahr des Verhedderns blieb allerdings.
Also wurden die "nachgelieferten" Schneeflocken mit normalem silbernen Stickgarn gemacht. Das hat dann auch relativ gut geklappt, auch wenn ich dabei Blut und Wasser geschwitzt habe.

Nur mit den Tragefotos ist es im Winter leider etwas schwieriger, denn man kann die Kinder ja schlecht bei 5° ohne Jacke rausschicken. Insofern gibt es leider nur welche von drinnen, und auch fast nur von der Großen, denn die Kleine hatte erst keine Lust und dann einen vollgesabberten Pulli. Aber die Große hatte richtig Spaß daran, ein bisschen Modell zu spielen - und sie hat großen Wert drauf gelegt, dass ihr heißgeliebtes Kuschelschaf mit auf's Bild kommt, zumal dieser Pulli jetzt endlich mal ausreichend große Taschen hat, um das Tierchen bequem mitzunehmen.

 

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Mitbestimmungsrecht


Meine Große, mittlerweile 3 Jahre alt und stolzes Kindergartenkind, möchte in letzter Zeit immer häufiger mitentscheiden, wie ihre neuen Sachen auszusehen haben. Und wehe, ich halte mich dann nicht an ihre Vorgaben! Dann wird Madame bockig, und weigert sich unter Umständen, die Sachen überhaupt anzuziehen.

Zwei solche Fälle hatten wir ein den letzten paar Tagen:
Fall 1: Eine Kapuzenjacke aus den Hafenkitzen von "Alles für Selbermacher". Der Stoff ist ja sowieso schon unglaublich süß, und dann gibt es da auch noch so eine tolle Stickdatei zu. Herrlich! Also begann ich mich auszutoben. Ein JaWePu sollte es werden, mit einem gestickten Kitz vorne und entweder dem Anker oder dem Steuerrad auf dem Ärmel. So weit, so einfach. Leider konnte ich mich bezüglich Anker oder Steuerrad nicht so recht enscheiden, und was liegt dann näher, als die zukünftige Trägerin der Jacke zu befragen. Ihre Antwort: "Beides!" (Hätte ich mir ja eigentlich denken können) "Und den Vogel auch!" (OK, das heißt also fast alle Stickdateien, die es dazu gab.)
Tja, nun fand ich ausgerechnet den Vogel nicht besonders schön, und dachte auch, dass sowohl Kitz als auch Vogel und noch die beiden kleinen Stickereien auf den Ärmeln vielleicht ein bisschen zu viel sein könnte. Meine Idee war dann, anstelle des Vogels nur ein paar Wimpel an die entsprechende Stelle zu sticken, die sind ja dank Embird schnell erstellt.
Pustekuchen! Töchterlein sah das und fragte empört nach: "Und wo ist der Vogel?!?" Man stelle sich dazu jetzt bitte einen bitterbösen Bärchenblick (für einen wirklich bösen Bärenblick ist sie einfach zu süß) vor...
Na gut, von dem Sweat-Stoff hatte ich genug, zusammengenäht hatte ich es noch nicht, also nochmal für'n Groschen, diesmal mit Vogel. Im Ergebnis gefällt es mir ja tatsächlich auch...
passend dazu gab es dann auch noch ein Easy-Peasy-Shirt (mit einer kleinen Tasche, um irgendwo noch ein Kitz unterzubringen) für drunter


Und dann sah das kleine Töchterlein (2 Jahre alt) die Kapuzenjacke - für sie hatte ich eine Mini-Missy aus dem Stoff gemacht, bis dahin nur mit einem Kitz hinten drauf gestickt - und verkündet "Auch Vogel haben!"
Ich habe dann einfach kapituliert...




Fall 2: Es sind mal wieder Jeans fällig, und weil mir das nach wie vor gut gefällt, gibt es immer ein Webband an die Tasche. Da Madame neuerdings auf Bibi Blocksberg fliegt, wollte sie das Bibi-Webband von Stoffe Hemmers natürlich unbedingt haben. Außerdem war ich vor ein paar Tagen im örtlichen Stoffladen noch über eine Bibi zum Aufbügeln gestolpert. Gestern Abend habe ich die Jeans also genäht, mal wieder ein bisschen am Schnitt rumgespielt (zu sehen an den zusätzlichen Teilungen an den Beinen), viel wieder aufgetrennt, ebenso viel geflucht, und ganz zum Schluss die Bibi aufgebügelt. Eigentlich dachte ich, ich müsste die sicherheitshalber auch noch festnähen, sonst halten diese Jeansflicken ja doch oft nicht, aber diesmal hält es bombig.
Leider.
Denn heute morgen, als ich der jungen Dame stolz ihre neue Jeans präsentierte, hieß es: "Aber das Bild soll nicht da sein! Das soll auf den Oberschenkel! Da unten ist das so weit weg, da kann ich es nicht sehen!"
Langer Rede kurzer Sinn, ich habe es nicht mehr abbekommen. Mir ist das auch ganz recht so, weil es mir an dieser Stelle wirklich am besten gefällt.
Immerhin ließ das Töchterlein sich dann damit trösten, dass ich ihr den Bibi-Panel-Stoff gezeigt habe und ihr ein Shirt daraus versprochen habe. Sie schauete sich den Stoff an, zeigte auf die Bibi vor grünem Hintergrund und erklärte, die wolle sie haben. Außerdem bitte jeweils eine kleine Bibi auf die Arme und eine auf den Rücken. In dem Moment kam das jüngere Töchterlein dazu, stürzte sich ebenfalls auf den Stoff und - ich hatte schon die Luft angehalten und auf eine große "Ich will das aber auch!"-Diskussion gewartet - verkündet, dass sie dann die Bibi auf pink haben möchte. Man kann ja auch mal Glück haben...
Entstanden sind jetzt zwei Emelys, schön komplementär. Allerdings hat die Kleine eine Teilung auf dem Rücken bekommen, was ich bei dem Schnitt auch schöner finde. Bei der Großen ging das leider nicht, weil ich keinen grünen Uni-Stoff hatte, der gut zu dem grün vom Panel gepasst hätte.
Stilecht mit Hexenbesen...

...auch wenn es bei der Kleinen ein Schrubber ist.


Und hier wird ohne Besen geflogen mit dem Sofa als Startbahn.


Ach ja, ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, dass ich mich diesmal sicherheitshalber ganz genau an ihre Vorgaben gehalten habe?

Dienstag, 4. Oktober 2016

Indian Summer

So heißt ein wunderschöner Stoff von Finch Fabrics und tatsächlich passt das ja auch zur Zeit ganz gut. Der Herbst zeigt sich wirklich gerade von seiner schöneren Seite, und da muss man ja noch nicht unbedingt an die dicken Winterpullis gehen (die im Kindergarten sowieso schnell ausgezogen würden, weil es dort immer total warm ist).
Also wurden aus dem Indian-Summer-Jersey zwei Kleidchen für die Mäuse. Die Kleine bekam ein "Happy Zipfelchen" mit langen Ärmeln aber ohne weitere Spielereien wie Schleifchen etc. Der Stoff wirkt für sich alleine, da darf es auch, gerade bei kleineren Größen, mal schlichter sein.
Bei der Großen musste dann aber doch ein bisschen mehr her, und da kamen mir gleich zwei Schnittmuster, die ich ohnehin mal ausprobieren wollte, genau recht. Zum einen wurde es eine Smala, bei der unten nun ein kleines Stück unigelber Stoff herausblitzt, zum anderen ein Bolero "Babou", auf den ich auch noch einige der Blätter gestickt habe. Für lange Ärmel hatte der Indian-Summer-Stoff nämlich sowieso nicht mehr gereicht (ich musste so schon ziemlich puzzeln), aber mit dem Bolero drüber, gefällt es mir sogar noch viel besser.

Die Mädels waren dann auch absolut begeistert davon, die Große wollte es gar nicht mehr ausziehen. Deshalb ist das restliche Outfit auch nicht ganz so passend, ich wollte ihr das Kleid eigentlich nur für ein finales Anprobieren überziehen, aber Madame erklärte sofort: "Jetzt kann ich doch raus in den Garten", schnappte sich ihre neuen Gummistiefel (die farblich auch so gar nicht passen, aber was soll's) und weg war sie. Aber mit so einer guten Laune und Bereitschaft, Fotos zu machen, dass ich die Gelegenheit einfach nutzen musste. Anständige Kombi-Hosen kommen (vielleicht) noch.



 Naja, nur die Schleife am Bolero hält nie lange, weil die junge Dame da immer dran zieht...


Montag, 29. August 2016

"Sirena" ist fertig

Endlich ist es so weit! Ab sofort steht mein neues Kleidchen "Sirena" als Freebook zum Download bereit.

Sirena ist ein Kleid mit asymmetrischem Ausschnitt und geschwungenem Rockteil in Lagenoptik. Bei den Ärmeln hat man die Wahl zwischen Kappärmeln, langen Ärmeln und beidem in Lagenoptik.
Den Schnitt gibt es einmal in den Größen 80 - 122 und dann noch mal in 122 - 164, die Anleitung ist für alle Größen gleich.

Ein großes Dankeschön geht natürlich an meine fleißigen Probenäherinnen, die in den letzten beiden Wochen den Schnitt auf Herz und Nieren getestet haben und noch ein paar tolle Ideen eingebracht haben.
Hier sind ihre Werke: