Unser Schiff hatte nun den zweiten Winter, diesmal ohne
größere Probleme, überstanden und unsere
Große kam auch langsam in das Alter, sich dafür zu interessieren.
Schon recht früh, noch während des Winters, wurde ein Mast
und ein Ladebaum eingebaut, schon allein, weil es die Abdeckung deutlich
einfacher machte. Vorher stand ein Holzgestell im Schiff, das die Plane
hochhalten sollte, nun konnte man direkt den Baum dafür benutzen. Fahnenmasten
gibt es für die üblichen Spieltürme zu kaufen, bei uns sind zwei davon so
aneinander gebaut, dass man den zweiten tatsächlich als Ladebaum nutzen kann.
Die Ladung und die entsprechenden Verholeinrichtungen kamen aber erst etwas
später.
Geplant war, bis zur Taufe unserer Kleinen Ende Juli das
Schiff auf dem Fundament - bzw. dem Kiesbett, wie wir inzwischen entschieden
hatten - im Garten stehen zu haben, denn da würden unter anderen auch zwei
vierjährige Besuchskinder ihren Spaß haben können. Kurzfristig beschlossen wir
aber schon am zweiten Geburtstag unserer Großen, Anfang Juli, das Schiff in den
Garten zu holen. Über Gras und in der Sonne spielt es sich halt doch besser als
in der Einfahrt und im Schatten, und da es sowieso noch auf Holzböcken stand,
wäre auch nasses Gras kein großes Problem geworden (nicht, dass es diesen Sommer
mal ernsthaft nass geworden wäre…). Zusammen mit dem Vater eines Gastkindes
wurde das Schiff also schon mal auf seine endgültige Position geschoben (auch
wenn es natürlich ein paar Tage später nochmal kurz zur Seite versetzt werden
musste, um das Kiesbett zu machen). So konnten an diesem Tag die fünf
anwesenden Kinder schon schön mit dem Schiff spielen und waren allesamt
begeistert.
Noch hatten wir aber keine Gangway, mussten die Kinder also
immer rein und raus heben. Inzwischen ist dieses Problem aber auch gelöst: Mit
einer Alu-Leiter, auf die Planken wie aus dem Boden des Schiffes geschraubt
wurden. Stabil, leicht und sieht ganz gut aus. Langfristig würde ich ja noch
ganz gerne ein Geländer dran sehen, aber das ist nicht ganz so einfach
anzubringen, also muss man halt noch etwas mehr aufpassen, wenn die Kinder da
rumturnen.
So sieht das ganze jetzt aus: mit Mast, Ladung, Fahne Steuerrad, Fernrohr, Gangway und Kiesbett drunter |
Der Ladebaum ist jetzt auch mit Verholeinrichtungen und
einer Kiste "Ladung" (wofür leere Milchpulverdosen nicht alles gut
sind) ausgestattet, allerdings haben da bisher eher ältere Besuchskinder Spaß
daran. Unsere Kleine kann noch gar nicht damit umgehen, die Große könnte es
zwar theoretisch, aber bei ihr weiß man nie, ob sie nicht plötzlich das Seil
loslässt und der Baum kracht ihrer kleinen Schwester auf den Kopf. Deshalb darf
sie bisher nur das Seil für die Kiste bedienen, den Baum bediene ich (für das Foto oben ist das Seil festgeknotet) - und kann so dafür sorgen, dass die Kiste
auch nicht gerade über kleinen Kindern und sonstigen zerbrechlichen Dingen
schwebt.
Meistens ist aber sowieso das Steuerrad oder das Seil um die Fahne
hoch und runter zu holen viel spannender und dann wird der Baum einfach so weit
runtergelassen, dass er neben dem Schiff im Gras liegt - was liegt, kann nicht
fallen. Früher oder später wird das Ding für die Kinder aber bestimmt das
größte Highlight am Schiff.
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